Kanaren News (El Hierro-La Gomera-La Palma)

Samstag, 21. Februar 2009

Versunkene Insel Atlantis entdeckt ?




Bei dieser Nachricht dachte ich zunächst an einen Aprilscherz. Wir haben aber erst Ende Februar. Ein Experte will den Ort ausgemacht haben, wo die legendäre versunkene Stadt Atlantis zu finden sein soll: Im atlantischen Ozean zeigen GoogleEarth und Google Maps regelmäßige "Zeichnungen", in denen der Experte eine Karte von Atlantis sehen will. Dazu soll Atlantis westlich der Kanarischen Inseln entdeckt worden sein. Die Lage könnte nach den klassischen Erzählungen von Platon also stimmen.
Die vermeintliche "Atlantis"-Stelle abseits des mittelatlantischen Rückens ? Die regelmäßigen Strukturen sollen davon zeugen, dass in der Tiefe die versunkene Stadt liegt. Im britischen Boulevarblatt "The Sun" wird Dr. Charles Orser als Experte für Archäologie im Allgemeinen und Atlantis im Besonderen zitiert. Er soll die Bilder in Googles Kartenwerk als "faszinierend" bezeichnet haben. "Der Ort ist einer der bekanntesten für den bislang vermuteten Standort von Atlantis", so Orser. "Er verdient eine nähere Betrachtung." Das Gebiet ist etwa 20.000 Quadratkilometer groß – etwa so groß ist auch das Bundesland Rheinland-Pfalz.
Die vermeintlich seltsam gezeichnete Gebiet hatte der Luftfahrt-Ingenieur Bernie Bamford entdeckt, als er Google Ocean durchstreifte. "Es sieht aus wie eine Luftaufnahme von Milton Keynes", meint er. "Das muss von Menschenhand gemacht sein." Der Ort Milton Keynes wurde am Reißbrett geplant.
Der Experten und Welt-Online Redakteur Wolfgang W. Merkel hält dagegen. Der Geograph meint: "Ich kenne keinen Prozess, bei dem das möglich wäre. Die ozeanische Erdkruste wird dort eigentlich nicht gefaltet oder eingeebnet." Um eine gesprengte Vulkaninsel könne es sich auch nicht handeln: "Dann würde man das nicht so erkennen können, Atlantis wäre dann auch zerfetzt worden." ... weiterlesen in Welt-Online

Kommentare:

  1. Atlantis wohl doch keine Nachbarinsel der Kanaren
    Google Earth bietet in der neusten Version die Möglichkeit die Weltmeere zu erkunden. Dabei lassen sich interessante Details erkennen, tief am Meeresgrund, wo selbst Taucher oder U-Boote nicht hinkommen. Und eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Sensationsfunde vermeldet werden und dies ist nun geschehen. Ein Google Earth Nutzer aus Großbritannien meint nun das sagenumwobene Atlantis gefunden zu haben, unnatürlich wirkende Strukturen am Meeresgrund haben ihn auf die Spur der untergegangenen Stadt im Atlantik gebracht. An der fraglichen Stelle sind Muster zu sehen, die an Straßen einer Stadt erinnern, allerdings erstreckt sich dieses Straßennetzwerk über eine Fläche von 20.000 Quadratkilometer. Das entspricht in etwa dem Bundesland Hessen.
    Gefunden wurde Atlantis dabei ganz in der Nähe der Kanarischen Inseln, 1000 Kilometer westlich von Afrika und 965 Kilometer westlich der Kanaren in einer Tiefe von 5,6 Kilometern. Hier soll sich, stützt man sich auf die Erzählungen des griechischen Philosophen Platon (427-347 v. Chr.), Atlantis befunden haben. Nämlich jenseits der Säulen des Herakles, wie Gibraltar in der Antike hieß. Das Inselreich Atlantis soll 9700 vor Christus im Atlantik versunken sein.
    Allerdings hat Google selbst die Atlantis-Euphorie nun jäh gestoppt. Bei dem Unternehmen hat man auf die Meldungen schnell reagiert und eine Analyse durchgeführt und die Hoffnungen der Atlantis-Fans gleich in einen Scherbenhaufen verwandelt. Bei den Rechtecken auf dem Grund des Atlantiks handele sich um Strukturen nicht natürlichen Ursprungs, das sei Richtig. Aber es wären keine Straßen, angelegt von den Einwohnern Atlantis, sondern ein Artefakt, das durch das Datensammeln entsteht. Die Daten seien per Schiffssonar gesammelt worden, die Linien seien dabei die Wege des Schiffs.
    Die Suche nach Atlantis wird wohl weiter gehen. Wenn es nicht doch ein fiktiver Ort war. Mit Google Earth wird sich die Zahl der Suchenden nach der Stadt aber wohl noch rasant erhöhen.
    Dank Google Earth ist es aber Wissenschaftlern aus Großbritannien zumindest gelungen einen Gipfel in Mosambik zu entdecken. An dieser Entdeckung besteht zumindest kein Zweifel. Gefunden wurde ein bislang unerschlossenes Naturparadies am Mount Mabu. Dieser Berg war bislang noch unerforscht und nur Ortsansässigen bekannt. Eine entsprechende Expedition war aufgrund der Daten von Google Earth dann möglich und wurde erfolgreich abgeschlossen.

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  2. Ich habe anhand von Sichthöhe und Maßstabsvergleichen festgestellt, dass jede der dort sichtbaren Linien ca. 50 bis 60 Meter stark ist...
    Kein Sonar dieser Welt hinterläßt eine derartige Fahrrinne, zumal das Sonar standardmäßig einige Meter über dem Meersboden geschleppt wird, um Beschädigungen zu vermeiden.

    Die Behauptung ist also eine Lüge, aber es könnte auch eine Schutzbehauptung sein, um den Ort vor Hobby-Archäologen zu schützen...

    Dennoch ist es eine völlig überflüssige Lüge, denn kaum ein Privatmann könnte Grabungen in dieser Tiefe finanzieren. Kostet doch ein Tauchgang in 5 Kilometern Tiefe mit allem Personal und Equipment im Schnitt 140.000,- € je Stunde... Da kämen wohl höchstens Bill Gates oder Warren Buffet als Finanziers der Aktion in Frage...

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